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Änderung des deutschen Umsatzsteuergesetzes / Erweiterung des Reverse-Charge-Verfahrens

Durch das „Gesetz zur Anpassung des nationalen Steuerrechts an den Beitritt Kroatiens zur EU zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften (KroatienAnpG)“ wurde der Anwendungsbereich des § 13b Abs. 2 Umsatzsteuergesetz (UStG) auf Lieferungen von Edelmetallen und unedlen Metallen (insbesondere Eisen, Kupfer, Zink, Blei, Stahl auch in verarbeiteter Form wie Bleche, Draht, Profile, Folien etc.) erweitert (nachzulesen in neue Anlage 4 zu § 13b Absatz 2 Nummer 11). Für inländische Geschäftskunden muss daher in diesem Zusammenhang das Reverse-Charge Verfahren für die dort definierten Produkte und Leistungen angewendet werden.

In diesen Fällen muss der Unternehmer eine Rechnung ohne Umsatzsteuer ausstellen, die explizit den Hinweis auf die Umkehr der Steuerschuld vom Unternehmer auf den Leistungsempfänger enthält.

Wichtig:



Bei Privatkunden findet das Reverse-Charge Verfahren grundsätzlich keine Anwendung.

Da sich die Anwendung des Reverse-Charge Verfahrens im innerdeutschen Warenverkehr auf bestimmte Artikel bezieht, sind neben der Einrichtung eines neuen Mehrwertsteuerschlüssels und den dazugehörigen Erlös- und Aufwandskonten auch Anpassungen in den Kunden- und Artikelstammdaten vorzunehmen. Auf die in eEvolution vorzunehmenden Einstellungen wird im folgenden Kapitel näher eingegangen.

===Wichtig: ===

Diese Erweiterung von § 13b Abs. 2 Umsatzsteuergesetz (UStG) bezieht sich auf deutsche Mandanten. Bei einem ausländischen Mandanten sind daher in der Regel keine zusätzlichen Anpassungen erforderlich.

Haben Sie die beschriebenen Anpassungen vorgenommen, so wird das erweiterte Reverse-Charge Verfahren unter folgenden Voraussetzungen automatisch angewandt:

  1. Es handelt sich bei dem um ein Metallprodukt,, der dem § 13b Abs. 2 Umsatzsteuergesetz (UStG) entspricht (Edelmetall bzw. unedles Metall)
  2. Es handelt sich um einen deutschen Geschäftskunden.
  3. Lieferung erfolgt innerhalb Deutschlands
Sind diese drei Bedingungen erfüllt, so wird automatisch der beim Artikel hinterlegte Steuersatz für das erweiterte Reverse-Charge Verfahren gezogen und damit das Reverse-Charge-Verfahren angewandt. Bei Privatkunden, Warenlieferungen ins Ausland, ausländischen Geschäftskunden oder „normalen“ Artikeln bleibt dagegen alles beim Alten. Es ist natürlich selbstverständlich jederzeit möglich, manuell den Mehrwertsteuersatz in den Auftragspositionen zu editieren und so das Reverse-Charge Verfahren nachträglich anzuwenden.

Im Rechnungseingangsbuch wird das Reverse-Charge Verfahren dagegen automatisch angewandt, sobald es sich um einen Artikel handelt, auf den das erweiterte Reverse-Charge Verfahren anzuwenden ist. Auch hier kann der Mehrwertsteuerschlüssel in den Positionen editiert werden.



Schritt 1:



Sollten Sie noch keinen Mehrwertsteuerschlüssel für das erweiterte Reverse-Charge Verfahren angelegt haben, so legen Sie diesen bitte im ersten Schritt in der Tabelle "Mehrwertsteuerschlüssel“ an.

Sie erreichen diese Systemtabelle unter Verwaltung - Finanzen & Zahlungsverkehr - Mehrwertsteuerschlüssel. Füllen Sie dort zuerst die Spalten MwSt. Schlüssel, Bez, UmSt.Schl. und VSt.Schl. mit den relevanten Informationen. Tragen Sie im Anschluss den Hinweis auf die Umkehr der Steuerschuld vom Unternehmer auf den Leistungsempfänger „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“ in die Spalte „Fussnotenbez“ ein und aktivieren Sie zusätzlich den Haken in der Spalte "RCV-Inland".

Erweiterung des Reverse-Charge-Verfahrens

Das Eintragen der Fußnotenbezeichnung ist essentiell, da jede Rechnungsposition auf die das Reverse-Charge Verfahren angewandt wird, gekennzeichnet werden muss. Der Text aus der Spalte „Fußnotenbez.“ wird später automatisch für jede Position angedruckt, der dieser Mehrwertsteuerschlüssel zugeordnet wurde.

Der Haken in der Spalte „RCV-Inland“ wird benötigt, um den Mehrwertsteuerschlüssel für das erweiterte Reverse-Charge Verfahren eindeutig zu identifizieren und zu gewährleisten, dass beispielsweise bei Privatkunden weiterhin die Mehrwertsteuer auch bei diesen Artikel mit ausgewiesen wird.

==Schritt 2: ==

Legen Sie die entsprechenden Erlös- und Aufwandskonten in der Finanzbuchhaltung für jeden Mandanten an.

==Schritt 3: ==

Erweitern Sie die Erlös- bzw. Aufwandskontensteuerung in der Installation/Administration von eEvolution unter Fibu - Erlöskonten bzw. Fibu – Aufwandskonten.

Hinweis:

Denken Sie bitte daran, dass für jeden Mehrwertsteuerschlüssel pro Mandant ein Eintrag in der Erlös- bzw. Aufwandskontensteuerung eingepflegt werden muss.

==Schritt 4: ==

Aktivieren Sie für alle deutschen Geschäftskunden die Option „B2B-Kunde“ auf dem Reiter Zahlung 2 in der KuLiMi. Diese Kennzeichnung ist notwendig, da das erweiterte Reverse-Charge Verfahren nur auf deutsche Geschäftskunden angewendet werden darf und für Privatkunden weiterhin die Mehrwertsteuer ausgewiesen und berechnet werden muss.

Erweiterung des Reverse-Charge-Verfahrens

Bei Lieferanten wird davon ausgegangen, dass es sich dabei immer um eine B2B-Geschäftsbeziehung handelt und es wurde auf die Einführung von einem zusätzlichen Kennzeichen verzichtet.

Schritt 5:

Passen Sie den Mehrwertsteuersatz für alle laut §13b Abs. 2 Umsatzsteuergesetz (UStG) betroffenen Artikel an. Hinterlegen Sie für alle Artikel, für die bei Lieferungen innerhalb Deutschlands das Reverse-Charge Verfahren angewandt werden muss den in Schritt 1 hinterlegten Mehrwertsteuerschlüssel mit dem Reverse-Charge-Flag für Deutschland.

Erweiterung des Reverse-Charge-Verfahrens

Bei Geschäftskunden wird zukünftig für diese Artikel genau dieser Steuersatz gezogen, während für alle Privatkunden der direkt beim Kunden in der KuLiMi hinterlegte Mehrwertsteuersatz gezogen und eingetragen wird.

 

Das Rechnungseingangsbuch zieht sich ebenfalls automatisch den im Artikelstamm hinterlegten Mehrwertsteuerschlüssel für das erweiterte Reverse-Charge Verfahren. Im Bedarfsfall kann natürlich auch hier vor dem Verbuchen noch einmal der Mehrwertsteuerschlüssel in den Rechnungseingangsbuchpositionen manuell editiert werden. Sollte das Rechnungseingangsbuch feststellen, dass es sich bei einer Rechnungseingangsbuchposition um einen Artikel mit der Reverse-Charge-Steuerart handelt, dem aber im Moment nicht dieser Steuersatz zugeordnet ist, so erscheint beim Klick auf "Buchen" die folgende Warnung, um Sie über diesen Umstand zu informieren:

Erweiterung des Reverse-Charge-Verfahrens

Hinweis

Bei der Zuordnung von einem Lieferanten zu einem Artikel wird normalerweise automatisch die Mehrwertsteuer des Artikels dem Lieferanten als Vorsteuer zugeordnet und in die Spalten "Vst." und "Vst."-Bez." eingetragen. Ist beim Artikel die Reverse-Charge-Steuerart hinterlegt, aber dem Lieferanten eine davon abweichender Steuerschlüssel hinterlegt, so erhalten Sie diese Warnung ebenfalls beim Verbuchen. 

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